GFK sind...
 
Glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK) sind Verbundwerkstoffe mit sehr ausgeprägten mechanischen Eigenschaften. Sie bestehen aus einem Fasermaterial und einer umschließenden Kunstharzmatrix. Dieser Verbund (auch „Laminat“ genannt) bietet folgende Vorteile:

 

  • Langlebiger als jede Folie
  • Sehr hohe Festigkeit, z.B. gegenüber Tierkrallen, Steinen, Stoßbelastungen,…
  • Faltenfreie Beckengestaltung, grenzenlose gestalterische Freiheiten
  • Problemloses Einarbeiten von Anschlüssen, wie etwa Skimmer, Abläufe, usw.
  • Kann jederzeit erweitert und umgestaltet werden
  • Aus einem Stück - keine Schweißnähte!
 
Die Verarbeitung erfordert lediglich etwas handwerkliches Geschick und die Beachtung einiger „Grundregeln“ im Umgang mit den Materialien. Im Folgenden haben wir Ihnen schrittweise das Vorgehen zum Teich- oder Schwimmbeckenbau zusammengestellt.
Diese Anleitung befasst sich in erster Linie mit der richtigen Verwendung unserer Produkte und der daraus gefertigten Beschichtungen. Eine Ableitung auf Fremdprodukte ist daher nicht möglich.
 
 
…warum Glasfasergelege…?
 
Das eigentliche Laminat entsteht durch das Einbringen von Verstärkungsfasern in eine noch flüssige Kunstharzmatrix. Hier kann auf verschiedene Fasermaterialien zurückgegriffen werden.
 
Herkömmlicher Weise wurden bislang häufig Glasfasermatten für den Beckenbau verwendet.
Diese bestehen aus geschnittenen, nicht orientierten E-Glas Spinnfäden, die mit einer Silaneschlichte versehen sind. Die Bindung dieser Spinnfäden untereinander erfolgt durch einen pulverförmigen Mattenbinder.
Dieser Binder löst sich in Styrol auf, was teilweise zu einem Aufstellen der einzelnen Fasern führt.
Wird dieser Aufbau nicht weiter behandelt (schleifen, versiegeln), beeinträchtigt dieses die Lebensdauer des Laminates z.B. durch osmotische Wassereinlagerungen.
 
Multiaxiale Glasfasergelege hingegen sind nichtgewebte textile Flächengebilde, deren Fasern endlos und parallel nebeneinander liegen und durch einen Nähfaden oder eine Thermofixierung in ihrer Lage festgehalten werden. Zur Herstellung eines Multiaxialgeleges werden mehrere Lagen unterschiedlicher Orientierungen, Materialien und Flächengewichte übereinander gelegt und anschließend flächendeckend miteinander vernäht.
Sie finden Einsatz im Bereich Bootsbau, Rotorblatt- sowie Automobil- und Sportindustrie.
 

Vorteile von Gelegen gegenüber Mattenware:
 
  • Angenehmere Verarbeitung, da festes, leicht drapierbares Material
  • Keine kurzen Wirrfäden, die sich an die Werkzeuge legen
  • Wesentlich bessere mechanische Eigenschaften durch Faserausrichtung
  • Deutlich geringerer Harzverbrauch
  • Kaum noch Schleifarbeiten notwendig!
  • Bessere Tränkungseigenschaften
  • Hoher Glasfaseranteil (bzw. Faservolumenanteil)
  • Aufgrund endloser Fasern und der Vernähung, reißen die Gelege bei der Verarbeitung nicht, selbst wenn sie bereits komplett durchtränkt sind.
  • Deutlich geringere Gefahr der Beschädigung durch osmotische Wassereinlagerung
  • Optimal für die Verarbeitung mit Epoxidharz-Systemen!
 Glasfasergelege sind auch in einer Breite von 63cm erhältlich!